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Kommt der Schulterschluss Galopp/Trab in hamburg?

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 BeitragVerfasst: Mi 3. Okt 2018, 20:17   
Rennleitung

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Auch im Traberforum wundert man sich, dass die bis Mitte August versprochene Machbarkeitsstudie immer noch nicht da ist. Der User „Klausilein“ legte den Finger in die Wunde: „Voraussetzung für eine Rennbahn sind Startpferde und die sind nicht vorhanden.“ Genau.


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 BeitragVerfasst: Mo 8. Okt 2018, 19:35   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
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In Horn geht es auch ohne Doppelrennbahn rund

Eigentlich sollte eine Machbarkeitsstudie ja ergebnisoffen sein, wenn sie ihren Namen wirklich verdienen will. Aber es existiert das schöne englische Sprichwort „he who pays the piper calls the tune“ - wer zahlt, der darf bestimmen. Der Auftraggeber der Studie, der Hamburger Senat, hat ein hohes Interesse daran, dass die Horner Doppelrennbahn gebaut wird, weil er nur dann das Gelände der Bahrenfelder Trabrennbahn für den Wohnungsbau bekommt. Die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie war für Mitte August angekündigt worden, doch erstaunlicherweise schien ihr Ergebnis schon drei Monate zuvor festzustehen.

Im Hamburger Osten soll nämlich die U-Bahn-Linie 4 Richtung stadtauswärts erweitert werden. Ungünstigerweise führt die Linie direkt am Schlussbogen der Horner Rennbahn vorbei, wo auch die Station Horner Rennbahn liegt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens gab es am 22. Mai 2018 eine Bürgerbeteiligung mit Fragerunde, auf der die Anwohner ihre Sorgen und Nöte loswerden konnten. Die offizielle Antwort auf eine Frage ist besonders bezeichnend:

FRAGE: Wurden weitere Baumaßnahmen in Horn, wie der Bau der Doppelrennbahn, in der Planung berücksichtigt?
ANTWORT: Die HOCHBAHN steht im Kontakt mit den Verantwortlichen. Der Baustellenverkehr der Doppelrennbahn wird vom Norden bedient und ist daher unabhängig von dem Baustellenverkehr der U-Bahn.

Das klingt für mich so, als ob die Doppelrennbahn bereits eine feststehende Tatsache sei. Aber egal, ob die Doppelrennbahn nun kommt oder nicht, Halligalli ist in den nächsten Jahren in Horn auf jeden Fall zu erwarten. Das Derby-Meeting 2019 wird noch wie bisher vonstatten gehen, aber danach könnte es rund gehen. Dann sollen nämlich die Bauarbeiten an der U-Bahn beginnen.

FRAGE: Wie lange dauert die Baumaßnahme an der Horner Freiheit? Wird diese als erstes umgesetzt?
ANTWORT: Der Umbau der Haltestelle Horner Rennbahn und die Ausfädelung der U4 stellen die erste Baumaßnahme dar. Insgesamt wird hier mit einer Bauzeit von 3 Jahren gerechnet. Der U-Bahn-Betrieb ist in dieser Zeit weitgehend möglich. Die Betriebsunterbrechung an der Horner Rennbahn beläuft sich auf 6 - 8 Monate.

Hinter dem Horner Schlussbogen soll ein so genannter „Bypass“ gelegt werden, d.h. eine offene Baugrube, die mindestens ein halbes Jahr offen sein wird. Die Bauarbeiten an dieser Stelle sollen drei Jahre dauern. Na, Prost Mahlzeit... Man kann davon ausgehen, dass ein Zugang zur Rennbahn dann von Süden her nicht mehr möglich sein wird, sondern nur noch von Norden her aus Wandsbek.

Für Klaus Göntzsche & Kollegen sowie alle weiteren Interessenten, die sich näher damit beschäftigen wollen, hier das Protokoll der Sitzung mit der Bürgerbeteiligung:
https://www.hochbahn.de/hochbahn/wcm/co ... 726-mgD8vM.


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 BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2018, 08:40   
Rennleitung
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Racingman hat geschrieben:
Der User „Klausilein“ legte den Finger in die Wunde


Aber der User Klausilein war nicht der Göntzsche...........oder vieleicht, doch.


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 BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2018, 18:49   
Rennleitung

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Nee, Big Sur, weil es mit dem Rennsport nicht mehr so läuft, verdient sich Göntzsche jetzt als Body Double bei den Wildecker Herzbuben was dazu... Dafür hab ich im folgenden Beitrag etwas über ein anderes Klausilein. Sie erfahren Neues über diese Themen:
* Es sind ZWEI Machbarkeitsstudien vorgesehen.
* Das Doppelrennbahn-Projekt wird von Stockholm aus vorbereitet.
* Es ist auch Wohnungsbau auf der Horner Rennbahn geplant.


„Stockholm-Klausi“ als Wohnungsvermieter in Horn?

Spielen der Hamburger Renn-Club und seine Bahrenfelder Traberkumpels vielleicht mit gezinkten Karten? Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn man ins Handelsregister schaut. Das Joint-Venture der Hamburger Galopper und Traber nennt sich etwas sperrig „PHR Pferdezentrum Horner Rennbahn GmbH“. Der Unternehmenszweck wird im Handelsregister so definiert: „Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Errichtung und der Betrieb einer Doppelrennbahn für den Galopp- und Trabrennsport einschließlich Veranstaltungszentrum und Tribünen auf dem Gelände der Horner Rennbahn. Nach der Planungs- und Errichtungsphase soll der Betrieb der Doppelrennbahn auch die entgeltliche Nutzungsüberlassung des Veranstaltungszentrums sowie die Vermietung von Wohnungen und die Nutzung anderer Ressourcen durch das Unternehmen umfassen, um eine wirtschaftliche Nutzung des Geländes zum Wohle des Rennsports zu gewährleisten.“

Komisch, von Wohnungsbau war bisher in der öffentlichen Diskussion meines Wissens noch nie die Rede. Kritisieren tue ich aber nicht den Inhalt der Maßnahme, sondern nur die hinterfotzige Art und Weise der Umsetzung. Inhaltlich war ich immer dafür, dass die Rennbahnbetreiber durch branchenfremde wirtschaftliche Aktivitäten den Rennbetrieb quersubventionieren sollten. Nach meiner Meinung ist dies die einzige Möglichkeit, wie der Pferderennsport in Deutschland überleben kann. Das setzt allerdings eine transparente und faire Kommunikation mit allen Beteiligten, zum Beispiel mit den Anwohnern des Geländes, voraus. Für mich sieht es so aus, dass man jetzt erst einmal das Trabergeläuf in der Politik durchbringen will, und im zweiten Waschgang folgt dann später der Wohnungsbau.

Die PHR hat ihren Geschäftssitz zwar auf der Horner Rennbahn, doch das Doppelrennbahn-Projekt wird effektiv in Spånga gemanaged. Spånga, häh? Ja, das ist ein nordwestlicher Vorort von Stockholm. Dort ist Klaus Koch zu Hause, der Geschäftsführer der Horner PHR. Im internationalen Trabrennsport ist der aus Kopenhagen stammende, aber schon lange in Stockholm ansässige Koch ein bekannter Name. Er war auch schon Geschäftsführer der Trabrennbahnen in Daglfing und später in Bahrenfeld, hat aber jeweils nach relativ kurzer Zeit wieder den Abflug gemacht. Ob es nun eine gute Idee ist, das Doppelrennbahn-Projekt von Stockholm aus managen zu lassen, wird sich zeigen.

Um das allgemeine Erstaunen weiter zu steigern, möchte ich noch auf einen gut abgehangenen Bericht des „Hamburger Wochenblatts“ aus dem Februar 2018 verweisen:
https://www.hamburgerwochenblatt.de/app ... 1537284722
(der Artikel beginnt auf Seite 1 und wird dann auf Seite 3 fortgesetzt)

Nützlich zum Verständnis ist jedenfalls die dortige Zeichnung der Doppelrennbahn. Was aber echt verwirrend ist, ist die Unterteilung in eine Durchführbarkeitsstudie und eine Machbarkeitsstudie. Als Biodeutscher mittlerer Art und Güte würde ich doch annehmen, dass dies ein und Dasselbe ist. Ist es aber anscheinend nicht. Die Durchführbarkeitsstudie (für 200.000 Euro) sollte ursprünglich bis Ende Juni 2018 fertig sein und wurde dann für Mitte August 2018 angekündigt. Jetzt Mitte Oktober 2018 ist davon immer noch nichts zu sehen.

Erst wenn die Durchführbarkeitsstudie mit positivem Ergebnis vorliegt, soll laut Hamburger Wochenblatt die eigentliche Machbarkeitsstudie (für 1,6 Mio. Euro) auf den Weg gebracht werden. Danach muss das Hamburger Stadtparlament noch abschließend über das Projekt entscheiden. Ende 2020 sollen aber schon die ersten Trabrennen in Horn gelaufen werden. Wie soll das denn funktionieren? Das beliebte Seejagdrennen wäre dann in jedem Fall Geschichte.

Neben dem Derby-Meeting soll es nur vier andere große Events geben, um die lärmgeplagten Anwohner nicht über Gebühr zu strapazieren. Und mit diesen vier Events soll und muss das Geld erwirtschaftet werden, um den Betrieb der Doppelrennbahn zu finanzieren. Es verblüfft wirklich, was alles auf der Rennbahn untergebracht werden soll: ein Pferdesportzentrum inklusive Streichelzoo und Dressurhalle, außerdem soll ein Freizeitpark für die Bevölkerung entstehen. Von Wohnungsbau ist in diesem Zeitungsbericht bezeichnenderweise nicht die Rede, denn der segelt ja noch unter dem öffentlichen Radar. Der dual-purpose grandstand für Galopp- und Trabrennen soll Platz bieten für 8.000 bis 12.000 Zuschauer, und da von einem „Veranstaltungszentrum“ die Rede ist, gehe ich davon aus, dass im Inneren der Tribüne eine Veranstaltungshalle für Events vorgesehen ist. Schade, dass HRC-„Außenminister“ Volker Linde medial völlig abgetaucht ist, sonst könnte er uns hier mehr Details erzählen.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 02:03   
Rennleitung
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So ein Veranstaltungszentrum mit Sportarena gab es schon mal auf der Grunewaldbahn. Das Station in der Rennbahn sollte für die Olympischen Spiele 1916 genutzt werden. Ob es das "große" Olympiastadion sein sollte, weiß ich nicht. Jedenfalls ist dieses, in die Erde "versenkte" Stadion die Basis für das ab Oktober 1933 errichtete Olympiastadion.

Wenn da alle möglichen anderen Sportstätten errichtet werden, bleibt denn dann überhaupt noch Platz für die Rennbahn. Die Hindernisbahn kann man sich dann wahrscheinlich ohnehin abschminken und mit freier Sicht dürfte es dann auch schwierig werden. Aber vielleicht kann man die Bahn verbreitern und die Tennisplätze gegenüber mit einbinden ;-)

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 07:14   
Rennleitung
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Tja, racingman
bei Ihrer Berichterstattung ala ex/Bildzeitung - heute ist das wohl eher das Aufreißergebiet von Spiegel - Online - macht es wenig Spaß sich sachlich an einer Diskussion zu beteiligen. Wenn Sie etwas wissen wollen, dann fragen Sie doch sachlich und fangen nicht immer gleich an mit "Brechstangen Vesper", "hinterfotzig" "Zocker...." usw. Dann würden vielleicht auch mehr Aktive ihr Wissen teilen.

In der Tat verlangt der Hamburger Senat, daß eine zu bildende Gemeinschaft Doppelrennbahn von einer Kapitalgesellschaft geführt wird. Dafür wurde die Betreiber-GmbH gegründet. Das macht auch Sinn im Hinblick auf die UST, den Erhalt der Gemeinnützigkeit usw.

Und ja: Der HRC ist Vermieter!

Toll, nicht. Genauso wie der Hannover Rennverein und viele mehr, die Wohnungen über den Ställen usw. vermieten. Das gehört dann auch in den Geschäftszweck einer GMBH, genauso wie viele Dinge, die vielleicht irgendwann einmal kommen könnten aber ersteinmal auf der Longlist stehen. Also wird der HRC nicht den Innenraum als Bauherr mit mehrgeschossigen Wohnhäusern vollbauen.

Ach ja, 8000 bis 12000 Tribünenplätze, das habe ich auch noch nicht gehört. Dürfte so ähnlich wie in HongKong, vielleicht etwas grösser aussehen. Passt dann wieder zu den Wohnhochhäusern im Innenraum.#
Hamburg dürfte die grösste Tribüne einer deutschen Galopprennbahn mit ehemals über 2200 Plätzen haben. Ehemals deshalb, weil es im Zuge diverser Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen schon in den letzten Jahren immer weniger Plätze wurden mit "moderner" Aufteilung. So geht der Trend weg von den VIP-Zelten mit Monitoren hin zu guten Tribünenplätzen mit Bewirtung. Und es ist vielseitiger geworden, der Kunde kann wählen: VIP mit Vollservice inc. Bedienung/ Getränke/ warmes Buffet/ und Service ala cart mit Bedienung und Bezahlung, was verzehrt wird bis zu den "Konzentrations-Plätzen " die nur mit Getränken vom Wasser bis Champagner versorgt werden bis letztendlich zu den Tribünenplätzen mit Eigenversorgung. Auch mit mitgebrachten Speisen und Getränken. An Grillplätze auf der Tribüne ist noch nicht gedacht.

Auf den Wohnsitz des GF in Schweden und der Vorbereitung aus Stockholm möchte ich nicht weiter eingehen. Das war zu flach.

Den Unterschied zwischen Durchführbarkeitsstudie und Machbarkeitsstudie möchte ich Ihnen hier nicht erklären, aber entgegen Ihrer biodeutschen Sicht aus mittlerer Art und Güte ist das nicht dasselbe. Und bei BioDeutsch wären wir gleich beim Seejagdrennen: Da hadern die Pläne doch in der Tat ziemlich, denn der See ist als Biotop eingetragen. Also umbauen oder Verlegen. Nur verlegt sichso ein Biotop nicht so einfach. Ausserdem hat der See eine ganz wichtige Entwässerungsaufgabe, kann er doch bei Starkregen ganz erhebliche Mengen von Oberflächenwasser kurzfristig aufnehmen. Und dieses viele Oberflächenwasser können wir nur ziemlich langsam wieder abgeben, weil das Hauptsiel geteilt wird mit der Bundesautobahn, die immer Vorrang hat. Könnte sein, daß der geplante U-Bahn Umbau auch Abhilfe schafft, denn die brauchen dann auch neue Hauptsiele.
Das war ja auch so ein Thema bei Ihnen, wenn ich das so lese, dann könnte ich glauben, daß die U-Bahn über die Rennbahn führt. Ist aber nicht so. Die Station heißt zwar Rennbahnstrasse, befindet sich aber auf der anderen Straßenseite. Die Bauarbeiten werden das Rennbahngelände überhaupt nicht berühren - höchstens im Hinblick auf ein neues zusätzliches _Siel. Verkehrsmäßig wird das sicherlich nicht schöner, aber erstens ist Hamburg ohnehin eine Baustelle und zweitens kommt der Großteil der Besucher aus Richtung Wandsbek, Zob,

Bei den angedachten vier Events handelt es sich nicht darum, daß Hamburg jetzt die drei BadenBaden Meetings mit übernimmt. Das bevor neue Geschichtchen aufkommen. Diese Events , die in der Zahl noch nicht festgelegt sind, werden Großveranstaltungen mit Geräuschentwicklung sein. Also z.B. Musikfestival, Mud-Lauf mit 3000 Teilnehmern, Crossfahrt mit Fahrrad Veranstaltung usw. , die es jetzt schon gibt. Schon lange finanziert sich der HRC mit solchen und ähnlichen Veranstaltungen wie Flohmarkt, Caravan-Ausstellung, Zirkus, div. Sportveranstaltungen, Weihnachtszirkus , Farbfestival uvm. . Im Bereich Musik wird die "Umwelt" immer feinhöriger....Neue Beschallungen, zielgerichtete Lautsprecher usw. Irgendwann gehen wir alle zu den letzten Stones-Festivals und bekommen Kopfhören aufgesetzt.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 07:35   
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ds wird wohl ähnlich werden wie die doppelrennbahn in austria. langfristig nämlich nix ...


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 08:28   
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Klasse Manto,
das ist mal ne Aussage: "das wird nix".

Wie eine Wette bei einem Matchrace - es gibt nur 2 Möglichkeiten : Ja oder Nein.

Wie wäre es einmal mit einer Begründung? Oder einer Alternative? Die Traber müssen gehen, werden praktisch schon verdrängt. Eine komplet neue Trabrennbahn wird nicht gehen, dafür ist der Trabrennsport auch noch kleiner geschrumpft als der Galopprennsport. Also bietet sich doch eine Zusammenlegung an. Wenn denn beide Fraktionen davon praktizieren. Und um auch gleich den kommunistischen Atemzug von racingman aus den Segeln zu nehmen: Der Hamburger Senat hat eine 6stellige Millionenschwemme durch die Umwandlung der Trabrennbahn in ein Wohngebiet mit wohl weit über 2000 Wohnungen erzielt. Vollerschlossen von der Infrastruktur, mitten in Hamburg, fast. Ein Geschenk des Himmels. Da sind dann lockere 25 Mio eher ein Trinkgeld. Besser eine Abfindung. Also "verdient " der Senat HH an den Rennpferden, im Trab und im Galopp.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 08:33   
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In einem Idyll, in einer Idylle, wie die des Lindenhofs, mag man nicht gern die Art und Weise eines Racingman.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 08:37   
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Idyll ein Bereich, ein Zustand, eines friedlichen und einfachen Lebens, ländlicher Einsamkeit.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 12:02   
Rennleitung

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Ich sehe im deutschen Rennsport INFORMATION als eine Bringschuld des Direktoriums und der Rennvereine an und nicht als eine Holschuld des gemeinen Turfvolks. Die Aussage „wenn Sie etwas wissen wollen, dann fragen Sie doch“ ist ein Ausdruck dieses obrigkeitsstaatlichen Denkens, das leider im deutschen Rennsport vorherrscht. Die Basis kriegt nur das zu wissen, was unbedingt nötig ist. Sowohl die Sport-Welt als auch das Rennsport-affine Hamburger Abendblatt haben den gleichen Fehler gemacht wie ich und von einer Machbarkeitsstudie gesprochen, obwohl die Durchführbarkeitsstudie gemeint ist. Dass da zwei verschiedene Studien im Spiel sind, haben wir alle nicht gewusst. Und ich behaupte mal, dass es Blücher selbst jetzt noch genauso unklar ist wie auch mir, was nun der inhaltliche Unterschied der beiden Studien ist. Lediglich die Tatsache, dass die zweite achtmal so teuer wie die erste ist, gibt einen gewissen Hinweis. Bedeutet dies dann auch, dass ihre Ausarbeitung achtmal so lange dauert...? Was ist die exakte Aufgabenstellung für die beiden Studien? Nach meiner Meinung wäre es die Pflicht der PHR, die Öffentlichkeit proaktiv aufzuklären. Und das heißt, Klaus Koch müsste nicht nur auf die Journalisten zugehen, sondern auch uns Turffans in den Internetforen der Galopper und Traber informieren. Das ist einfach Teil seiner Arbeitsplatzbeschreibung.

Neben der PHR betreibt Klaus Koch (Jahrgang 1957) seine rennsportliche Beratungsfirma „On Track Worldwide AB“ weiterhin. Auf dem Foto auf seiner Firmen-Website ist es der Herr links, mit dem breiten Scheitel: http://www.klauskoch.se/page1.php Da muss man dann erst einmal abwarten, wie viel Zeit er in Horn investiert. Und was ist, wenn ein Hamburger Journalist ihn für die Ausgabe übermorgen zu einem Hintergrundgespräch treffen möchte? Heißt es dann „okay, kommen Sie nach Stockholm“? Lobbying für ein solches Projekt hängt doch entscheidend von persönlichen Kontakten zu den Entscheidungsträgern in der Politik ab. Wie will das jemand bewerkstelligen, der in Stockholm zu Hause ist? Man darf ja nicht vergessen, dass nach den zwei Studien immer noch das Parlament in der Hansestadt abstimmen muss. Bis dahin kann noch viel passieren.

Ihre Bemerkung, Lindenhof, von dem kommunistischen Racingman ist an Dämlichkeit wirklich nicht mehr zu überbieten. Wenn Sie meine Ausführungen hier in den letzten Jahren verfolgt haben, müssten Sie doch wissen, dass ich ganz klar für einen kommerziellen Rennsport amerikanischer Prägung bin. Noch marktwirtschaftlicher als mein Konzept kann eine Strategie doch gar nicht mehr sein. Sie dagegen sind ein verkappter Sozialist, weil Sie Steuergelder für Ihr unrentables teures Privatvergnügen verbraten wollen. Und dies wird auch nicht dadurch besser, dass Sie das als Schnäppchen darstellen. Der Hamburger Senat schuldet den Bahrenfelder Trabern nämlich überhaupt nichts.

Der Pachtvertrag ist gekündigt, und die Traber haben es nur der Gnade der Politiker zu verdanken, dass sie weiterhin in Bahrenfeld geduldet werden. Marktwirtschaft heißt: Pachtvertrag ist zu Ende, raus, tschüs. Wenn ein Autohändler in Norderstedt von seinem Verpächter den Pachtvertrag gekündigt bekommt, muss er das Gelände verlassen und bekommt nicht noch 25 Millionen Euro Abfindung obendrauf, damit er nach Blankenese umziehen kann. Wenn die 25 Millionen vom Hamburger Senat wenigstens wirtschaftlich gut investiert wären, könnte man ja noch damit leben. Aber ob in der Machbarkeitsstudie auch der eklatante Startpferdemangel der Traber thematisiert werden wird, wage ich zu bezweifeln. Und wenn im Jahre 2025 das Hamburger Abendblatt die Doppelrennbahn als hanseatischen Griff ins Klo bezeichnet, wird natürlich niemand persönlich die Verantwortung für die Fehlinvestition übernehmen.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 14:42   
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die kiste ist doch schon mehrfach durchgehechelt, racingman. eine galopprennbahn ist (weitgehend) eine flachrennbahn. eine trabrennbahn dagegen braucht/hat überhöhte kurven. die kann man ja äußerst schlecht in ein naturschutzgebiet eingraben. und genehmigungsfrei draufbauen auch nicht . was bleibt also von der "idee" ?


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2018, 15:49   
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Als Information für die Journalisten hier etwas über

Die PHR, das unbekannte Wesen

Die PHR Pferdezentrum Horner Rennbahn GmbH (ich nenne sie kurz PHR) wurde am 8. Mai 2017 im „Notariat am Alstertor“ in Hamburg gegründet. Alleingesellschafter der GmbH mit einem Stammkapital von 25.000 Euro war die Arbeitsgemeinschaft Pferderennsport Norddeutschland e.V., also ein gemeinnütziger Verein. Später wurde dieser Verein umbenannt in: Pferdezentrum Horner Rennbahn e.V. Als Geschäftsführer der GmbH wurde Klaus Koch bestellt, der also von Day One mit an Bord war. Er ist einzelvertretungsberechtigt. Die Gesellschaft hat einen Beirat, der sich aus Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins (PHR e.V.) zusammensetzt. Jeweils die Hälfte der Beiratsmitglieder müssen zugleich Mitglieder des Hamburger Renn-Club e.V. (HRC) sein und die andere Hälfte der Beiratsmitglieder müssen zugleich Mitglieder des Hamburger Trab-Zentrum e.V. (HTZ) sein. Für alle Geschäfte über 20.000 Euro braucht Geschäftsführer Klaus Koch laut Gesellschaftsvertrag die Zustimmung des Beirats.


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 BeitragVerfasst: Do 18. Okt 2018, 07:21   
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Also gaukelt mir mein Gehirn den freien Willen bloß vor.

Ja. Denn wir führen über die Prozesse, die im Gehirn ablaufen, ja kein Protokoll. Wir verstehen sie meist nicht einmal. Uns kommt es nur so vor, als sei das Bewusstsein, mit dem wir glauben Entscheidungen zu treffen, den neuronalen Prozessen vorrangig.

Alles dann nur ein großes Affen Theater, der Mensch nur eine Marionette, ohne jede Verantwortung und Schuld.

Ja, kann man so sagen, alles kommt, wie es kommt, wird inszeniert, auch bei Nebensächlichkeiten wie Galopp, oder Trab.

Die Strukturreform damals, war das nicht auch ein großes Affen Theater.

Ja, aber so nicht von Herrn Ostermann beabsichtigt.


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 BeitragVerfasst: Do 18. Okt 2018, 14:54   
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Ein Hauch von STUTTGART 21 auf dem Horner Moor

Stuttgart 21, Sie erinnern sich? Ja, da war doch mal monatelang in den Fernsehnachrichten eine knüppelnde Pullezei am Stuttgarter Hauptbahnhof zu sehen, um dieses ambitionierte Nahverkehrskonzept mit kilometerlangen Tunneln durch die schwäbische Alb durchzusetzen. Ein Projekt, das kostenmäßig völlig aus dem Ruder läuft, wie wir mittlerweile wissen. Keine guten Voraussetzungen für die Horner Doppelrennbahn, denn die Planer sind dieselben wie einst bei Stuttgart 21 – nämlich das Stuttgarter Beratungs- und Planungsunternehmen Drees & Sommer, umgangssprachlich kurz „Dreso“ genannt. Dreso erstellte für Stuttgart 21 die Machbarkeitsstudie und war anfangs auch mit der Projektleitung betraut. Die derzeit geschätzten Kosten für das Projekt liegen ungefähr doppelt so hoch wie früher in der Machbarkeitsstudie kalkuliert.

Das weltweit tätige Unternehmen hat mehr als dreitausend Mitarbeiter und betreut (laut eigenen Angaben auf der Website) aktuell rund 3.500 Projekte an 40 internationalen Standorten, in Hamburg zum Beispiel den Hammerbrooklyn Digital Campus. Wie Drees & Sommer Projekte im Sportsektor angeht, erklärt man auf der firmeneigenen Website: „Drees & Sommer verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Sportprojekte auf die Erfolgsspur zu führen: So teilen unsere Branchenexperten die Begeisterung ihrer Kunden. Gleichzeitig begleiten sie die Projekte mit objektiver Distanz, liefern rationale Argumente und fundierte Ergebnisse. Über die Kernnutzung hinaus gilt es auch im Umfeld von Sportstätten, ein Nutzungskonzept zu schaffen. Neben Sport, Events und Gastronomie entstehen in Kombination mit anderen Branchen wie Retail, Hospitality, Wohnen, Bildung oder Healthcare neue Quartiere. Angefangen bei der Standortwahl entwickeln wir ein optimales Nutzungskonzept und managen den Neu- bzw. Umbau der Arena und des Quartiers.“

Soweit die Theorie. Und wie sieht die Praxis aus? Das erfährt man auf der geilen Website Kununu.com. Kununu ist eine Plattform, auf der Angestellte detaillierte Bewertungen und Kommentare zu ihrem Arbeitgeber abgeben. Über Dreso erfährt man da so Einiges. Nämlich, dass die Angestellten die Projekte des Unternehmens hochspannend finden, allerdings werden die Lohnsklaven dafür richtig hart rangenommen. Ein Kommentar zur Work-Life-Balance: „Bei einer 70+ Stundenwoche ist das sehr schwierig. Man sollte mit KEINEM Privatleben rechnen.“ Es stellt sich auch die Frage, ob Dreso eine ausreichende Personalstärke für die vielen Projekte hat. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass man bei der Studie Nr.1 für die Horner Doppelrennbahn so weit im Verzug ist.


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