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"Brechstangen-Vesper" als neuer Direx-Boss?

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 BeitragVerfasst: Di 23. Jan 2018, 17:27   
Rennleitung

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Dass der Vorstandsvorsitzende des Allianz-Versicherungskonzerns gleichzeitig in Personalunion auch Präsident des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen ist, wäre ja undenkbar, aber die Verhältnisse im deutschen Galopprennsport ähneln ohnehin eher denen einer Comedy-Serie beim RTL. Die Flötentöne des gewieften Anwalts JAV haben bereits eine erste Wirkung gehabt. Die nette CDU-Helga vom Stadtrat hat die Bereitschaft der Schwarzen zum Abschluss eines neuen Pachtvertrages signalisiert. Entgegen des bisherigen öffentlichen Eindrucks ist die Messe in Neuss also noch nicht gelesen.


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 BeitragVerfasst: Di 23. Jan 2018, 19:49   
Rennleitung

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Viele Leute im deutschen Turf haben eine Allergie gegen das Wort „Strukturreform“ entwickelt, weil dieser wichtige Begriff leider für alles Mögliche missbraucht wurde. Im letzten Jahrzehnt gab es auch vor dem Beteiligungsangebot „Speed“ mit dem RaceBets-Deal schon einmal eine heimlich geplante Strukturreform, die als Rohrkrepierer jedoch im Versuch steckenblieb. Es war die große Zeit der aufstrebenden BGG, die das Primat der Rennbahnen etablieren und dafür die Macht der Rennstallbesitzer brechen wollte (also genau das, was ich auch heute noch für notwendig erachte). Der DVR-Präsident war in dieser Zeit Jochen Borchert, der dem Lager der Traditionalisten angehörte. Er wurde von einigen mächtigen Turfpersönlichkeiten gestützt, die immer im Königsforst Kriegsrat hielten. Damals war es wie heute also ein Machtkampf der Reformer vs. Bewahrer.

Leider bedienten sich die Reformer wenig schöner Methoden, um ihr Ziel zu erreichen. In der Sport-Welt erschienen weiß Gott nicht zufällig immer wieder Leserbriefe, die das Ziel hatten, Jochen Borchert medial sturmreif zu schießen und zum Abdanken zu zwingen. Wegen meiner bekannt kritischen Haltung zum Borchert-Lager wurde auch ich als möglicher Leserbriefschreiber angefragt, doch für einen Auftragsmord war ich zu stolz. Letzten Endes schafften es die Reformer dann nicht, Borchert rauszukegeln, so dass er seine Amtszeit regulär beenden konnte. Es ist aber ein Ausdruck für das im deutschen Turf herrschende schäbige menschliche Klima, dass die Mächtigen nicht den Mumm haben, selber als Torero in die Arena zu steigen, sondern lieber Leute aus der dritten oder vierten Reihe vorschicken. Für eine echte Strukturreform müsste sich vor allem das Unternehmensklima in der „Kanzlei Vesper & Vogel“ ändern. Dafür sehe ich allerdings keinerlei Anzeichen.


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 BeitragVerfasst: Di 23. Jan 2018, 22:22   
Rennleitung
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Racingman hat geschrieben:
Dass der Vorstandsvorsitzende des Allianz-Versicherungskonzerns gleichzeitig in Personalunion auch Präsident des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen ist, wäre ja undenkbar, aber die Verhältnisse im deutschen Galopprennsport ähneln ohnehin eher denen einer Comedy-Serie beim RTL. Die Flötentöne des gewieften Anwalts JAV haben bereits eine erste Wirkung gehabt. Die nette CDU-Helga vom Stadtrat hat die Bereitschaft der Schwarzen zum Abschluss eines neuen Pachtvertrages signalisiert. Entgegen des bisherigen öffentlichen Eindrucks ist die Messe in Neuss also noch nicht gelesen.



CDU, FDP und AfD haben die absolute Mehrheit im Stadtrat. Wenn letztere nicht die Schmuddelkinder wären, könnte man das Ding relativ flott eintüten. Aber vielleicht spielen die Islamisten der BIG ja noch mit.


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 BeitragVerfasst: Mi 24. Jan 2018, 14:50   
Jockey

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FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

SPORT

MITTWOCH, 24. JANUAR 2018 - NR. 20 - SEITE 27

IN KÜRZE

Vesper im Galopp

Michael Vesper, der langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), soll neuer Präsident des deutschen Galopprennsports werden. Das bestätigte der Dachverband des Turfs, das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, und Vesper am Dienstag in einer gemeinsamen Presseerklärung. Der 65 Jahre alte Vesper soll am 14. März von der Mitgliederversammlung des Verbandes gewählt werden und dem seit 2009 amtierenden Albrecht Woeste folgen. (dpa)


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 BeitragVerfasst: Mi 24. Jan 2018, 19:33   
Rennleitung

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PMU im Ausland

Früher oder später wird sich die Kanzlei Vesper & Vogel mit einer Herausforderung beschäftigen müssen, die die deutschen Traber jetzt bereits besorgt: die angehobenen Qualitätsstandards des Pari-Mutuel Urbain für die Auslandsrennen. Die deutschen Traber sind ja weitaus mehr vom PMU abhängig, als dies bei den Galoppern der Fall ist. Ende letzten Jahres überraschte HVT-Präsident Heinz Tell (der Gegenpart zum Vespermichi) die Trabergemeinde, als er die Pferdebesitzer aufforderte, doch bitteschön mehr französisch gezogene Rennpferde zu erwerben. Ungewöhnlich für den obersten Repräsentanten eines Zuchtverbandes, der die satzungsmäßige Aufgabe hat, die deutsche Traberzucht zu fördern. Tell hatte jedoch gute Gründe, gegen seinen satzungsmäßigen Auftrag zu verstoßen.

Der Grund war Druck aus Paris. Der PMU forderte ausreichend besetzte Trotteur français-Rennen im deutschen Traberprogramm, das nach Frankreich übertragen wird. Und weil die Zocker in Bordeaux und Marseille lieber auf französisch gezogene Traber wetten, müssen die deutschen Besitzer nun wohl oder übel zusätzliche Franco-Trotter kaufen, um die PMU-Rennen beizubehalten. Ein Beispiel dafür, dass die deutsche Sulkybranche inzwischen schon völlig am Tropf der Nachbarn hängt. Das war jedoch noch nicht alles.

Die Franzosen fordern auch ansonsten mehr Qualität und Quantität bei den Auslandsrennen ein, und das könnte irgendwann auch unsere Galopper betreffen. Bestimmte PMU-Wettarten erfordern eine Mindeststarterzahl. In Straubing, dem – scherzhaft – niederbayerischen Vincennes, macht man sich deswegen Sorgen. Bei anhaltend kleinen Starterfeldern auf der Neusser Schlammpiste könnten die Pariser irgendwann sagen: okay, wir übertragen Euch auch weiterhin, aber wir können Euch künftig leider nur noch den Night Slot nach Mitternacht anbieten (in den Casinos von Las Vegas heißt diese Zeit „graveyard shift“, die Friedhofsschicht für die Croupiers). Was macht Jan Antony Vogel dann?

Auch an den Provisionen könnten die Franzosen schrauben und Vogel drohen: die neue rumänische Rennbahn bietet uns günstigere Konditionen. Mehr und mehr Länder in der ganzen Welt wollen bei den Franzmännern auf den Sender. German Tote und das Direktorium steuern einen riskanten Kurs. Die Steigerung des Auslandsgeschäftes ist eine der drei Achsen des Strategie-Plans „PMU 2020.1“. Hauptziel der Expansion ist dabei der afrikanische Kontinent, und China ist eine weitere Priorität. Der PMU ist mittlerweile schon in mehr als 50 Ländern weltweit aktiv.


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 BeitragVerfasst: Mi 24. Jan 2018, 20:44   
Rennleitung

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Racingman hat geschrieben:
German Tote und das Direktorium steuern einen riskanten Kurs


Diese Feststellung, oder ist es einfach eine Behauptung, hätte eine genauere Erläuterung verdient.

Dass die ganze PMU Geschichte für den deutschen Rennsport mit nicht unbeträchtlichen Risiken verbunden ist, ist wohl jedem klar, der sich etwas mit der Materie beschäftigt. Ich dachte bisher immer, dass durch die Übernahme der Kapitalerhöhung die Franzosen eine qualifizierte Mehrheit am Wettgeschäft besitzen, insofern ist nur das DVR kastriert und kann in Wettdingen eigentlich nix eigenes mehr machen.


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 BeitragVerfasst: Do 25. Jan 2018, 00:33   
Rennleitung

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Alles richtig, was Sie sagen. Meine Meinung in der Causa PMU war schon immer: Wenn man es so macht wie Magdeburg oder München, ist es positiv. Die veranstalten eine Reihe von eigenen Renntagen und satteln dann noch einen PMU-Tag drauf, den sie sich ansonsten nicht hätten leisten können. Problematisch wird es nur dann, wenn man sich völlig von den Franzosen abhängig macht. Das trifft auf die deutschen Traber zu, aber auch auf die Galopper im Winter. Die Crux an der Geschichte ist die: Der PMU hat zwar die Mehrheit an German Tote, aber damit eben nur das Sagen im Wettgeschäft. Was die Renntechnik, das Eventmanagement, die Pressearbeit und alles Übrige betrifft, sind die Franzosen vom Arbeitseifer der Deutschen abhängig. Und wenn die unmotiviert sind und schlecht performen, sehen die Franzosen alt aus. Am langen Ende glaube ich, dass sich das für beide Seiten negativ auswirken wird, zumindest beim Wintermeeting.

Für zwei deutsche Sandbahnen im Winter sehe ich kein Potenzial mehr. Wegen der Tribüne würde ich stattdessen nur auf Dortmund setzen und Neuss opfern, weil ich JAV null vertraue. Dann sollte man im Winter jeden Sonntagnachmittag immer Sandbahn- und Grasbahnrennen im Wechsel veranstalten, so dass die Pferde jeder Fakultät alle zwei Wochen eine Startmöglichkeit hätten. Falls man dieses Konzept nicht mit deutschen Bordmitteln (ohne die Franzosen) finanziert bekommt, würde ich notfalls in den sauren Apfel beißen und eben gar kein Wintermeeting mehr veranstalten – so wie es früher die Regel war. Für Startpferde bleiben dann immer noch Mons und Cagnes.

Wenn selbst eine publikumsstarke Rennbahn wie Hannover mehrere hunderttausend Euro Miese pro Saison einfährt, wird sich Vieles, was früher mal lieb und gewohnt war, irgendwann nicht mehr halten lassen, und es bleibt dann nur noch ein Rumpfrennsport, leider.


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 BeitragVerfasst: Do 25. Jan 2018, 09:07   
Rennleitung

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@Racingman,
Ihre Ausführungen sind verständlich. Nur habe ich manchmal den Eindruck, dass Sie die falschen Adressaten wählen. Für das Gelingen sind ausschliesslich die deutschen Veranstalter von PMU Renntagen verantwortlich und nicht das DVR.

Die Mehrheit der BGG Gesellschafter hat nach meiner Meinung, Hals über Kopf, die Mehrheit an German Tote den Franzosen überlassen. Ob damit alle Feinheiten ausjustiert waren, wage ich zu bezweifeln. Die Argumente von München und teilw. auch Dortmund, wurden in den Wind geschlagen.

Heute sieht man wohl, dass nicht alle Verheissungen eintreffen werden, ist aber blockiert, da wie gesagt die Musik nicht mehr hierzulande gespielt wird. Sie sehen auch wie schnell die zaghaften Anbandelungsversuche der PMU mit den Briten geendet haben.


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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 18:23   
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Werter Racingman, herzlichen Dank dafür, uns an einem regnerischen grauen ländlichen Freitag-Abend mit stimmungsvollen Zeilen bezüglich früherer Tage etwas aus der dunkelsten Ecke der verstaubten Erinnerungskiste wieder aus dem tiefsten Kellerloch ans helle Tageslicht zu zaubern.

Sollte tatsächlich einmal nach krönender Vollendung die "unendliche Geschichte" des Dauerbrenners Strukturreform vom Presse-Papst in Wuppertal niedergeschrieben werden, so dürften auch bestimmte köstliche Abschnitte Ihrerseits aus Ulrike's Forum zum leuchtenden historischen deutschen Turf-Schriftum gehörend, gewiß mit einverleibt werden.

Es lebe Ihr Gedächtnis!

Lang, lang ist's her. Jedoch meine Frau und ich machten uns gen Frankfurt am Main auf, einer Einladung von Herrn Hauke Wilkens in sein Büro an der Pferderennbahn für einen Vermittlungs-Unterstützungs-Termin im Frankfurter Rathaus zu folgen.

Der junge Mann war höflich im Sinne von Erica Pappritz, weltoffen und fachspezifisch war es eine ehrliche Freude, ihm in seiner schwungvollen Begeisterung die Frankfurter Pferderennbahn wieder zur besten Adresse des deutschen Turfs zu managen, zuzuhören. Der Kaffee mundete ausgezeichnet, das Gebäck konnte sich mit dem Cafe Mozart in Wien messen. Lecker - lecker!

Sein jugendlicher ungebremster Elan riss uns fast von den Stühlen bis zu jenem Moment, wo er uns unter dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit seine neueste taufrische Werbecreation, das von Ihnen erwähnte Plakat mit der Peitsche, aus dem Schrank holte und in geradezu dramaturgisch einstudierter Vorführung vor uns aufrollte.

Er muß unsere Reaktion am Minenspiel sogleich erkannt haben. Wie sie richtig schreiben, "gewöhnungsbedürftig" ist bei allem Anstand und gebührender Hochachtung für junge aufstrebende Mitmenschen mit neuen zukunftsgerichteten Ideen noch gelinde ausgedrückt, eine diplomatische Aussage. Mein erster Gedanke war "passe auf und tue ihm nicht weh."

Schon bei der knalligen Farbe rot, schoß mir die links-rheinische Mentalität durch den Kopf und auf die Peitsche bezogen fing meine Frau von den Tierschutzvereinen und deren Lamedei um die arme Kreatur an. Irgendwann waren wir sogar bei Friedrich Nietzsche: "Du gehst zu Frauen? Vergiß die Peitsche nicht!"

Tom Königs und die Farbe Grün - wir hatten es fast vergessen, warum wir "uff" Frankfurt gefahren sind.

Nochmals vielen Dank, die Zeit vergeht, die Erinnerung bleibt!


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 BeitragVerfasst: Fr 9. Feb 2018, 12:08   
Jockey

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Beiträge: 10
Racingman hat geschrieben:
Ne kölsche Jong als neuer Präsident des Direktoriums? Das wäre aus meiner Sicht so ziemlich das Letzte, was der Dachverband gebrauchen könnte. Eine sehr ausführliche Würdigung der sportpolitischen „Leistungen“ von Michael Vesper findet sich hier:
http://www.nolympia.de/kritisches-olymp ... r-michael/

Vesper steht für drei gescheiterte Olympia-Bewerbungen, aber viel alarmierender finde ich sein Wirken als Steigbügelhalter von Thomas Bach, in meinen Augen einem der schlimmsten Sportfunktionäre überhaupt. Gute Beziehungen zur Politik sind für den Galopprennsport wichtig, ganz klar, aber wenn man nicht weiß, welche inhaltliche Linie man gegenüber der Politik vertreten soll, sind auch gute Beziehungen dorthin egal. Nötig wäre für das Direktorium jetzt ein Mann (oder eine Frau!) an der Spitze, der/die mit eigenen Vorstellungen selber inhaltliche Reformen des deutschen Turfs auf den Weg bringt. Vesper wäre jedoch lediglich ein grün angestrichener Borchert, ein Politbonze im Austragstüberl. Und für die DVR-Angestellten wäre Vesper vielleicht so eine Art Oberst Ocker 2.0 ...


Wäre nicht Dr. Göhner ein Kandidat mit "besten" Voraussetzungen gewesen? Gut vernetzt in Politik und Wirtschaft und aktiver Galopperzüchter mit nötigem "Insiderwissen", vor allem was auch die gesamte Problematik des Galopprennsportes angeht .
Er hatte sich doch seinerzeit stark für den Pferderennsport bei der Neufassung des Glücksspielstaatsvertrages eingesetzt


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 BeitragVerfasst: Fr 9. Feb 2018, 13:38   
Rennleitung
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Beiträge: 1899
Hatte der sich nicht irgendwie unbeliebt gemacht?

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 BeitragVerfasst: Mi 21. Feb 2018, 08:22   
Rennleitung

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Beiträge: 252
Racingman redet zu viel. So wird das nichts. Am besten, wie früher, im alten Rom, einen Senat, ein Gremium bilden, alte Herren mit viel Geld und Erfahrung, Leute, wie Miebach, Endres...die letztlich das Sagen haben und höchstwahrscheinlich nicht am Ast sägen werden, auf dem sie sitzen. - Ein Racingman hat gut reden, weil er nicht viel zu verlieren hat.

Darboven könnte man auch noch mit dazu nehmen.


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 BeitragVerfasst: Mi 21. Feb 2018, 09:42   
Rennleitung

Registriert: Mo 30. Mai 2011, 08:47
Beiträge: 477
Miebach, Endres usw sitzen allerdings zumindest finanziell auf anderen als den Rennsportästen. Das ist allerhöchstens Zweigwedeln.


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 BeitragVerfasst: Di 13. Mär 2018, 16:41   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 852
Morgen die doppelte Inthronisation: In Berlin werden die neuen Minister vereidigt, und in Köln wird der neue DVR-Vorstand „gewählt“ - nun ja, eher so wie im chinesischen Volkskongress. In ihren heutigen Sport-Welt-Interviews geben Andreas Tiedtke und Christian Sundermann der Strukturreform höchstens noch eine Außenseiterchance. Beide sehen die Ursache für das wahrscheinliche Scheitern darin, dass die Bewahrer sich gegen die Reformer durchgesetzt hätten. Anders als der Diplomat Sundermann macht der Klartextprofi Tiedtke es aber auch an der Personalie Vesper fest: Entgegen der Mehrheitsmeinung ist Tiedtke nicht für Vesper als neuen Chef, und er wertet dessen Wahl sogar als Symbol dafür, dass man keine Reformen möchte. O-Ton Tiedtke dazu: „Warum sollten sich die Leute selbst abschaffen?“ Tiedtke wehrt sich vor allem gegen den Trend, die RaceBets-Knete durch Konsumsteigerung zu verbraten, anstatt damit Innovationen auf den Weg zu bringen. Also alles irgendwie so wie in der großen Politik...

Nach meiner Meinung war das Procedere der Reformvorbereitung aus psychologischen Gründen falsch. Man hätte erst nach einer breiten öffentlichen Diskussion über Grundfragen eine anschließende mehrheitliche Zustimmung in der DVR-Mitgliederversammlung erzielen müssen. Zum Beispiel über Fragen wie diese: Wollen wir einen gemeinnützigen oder einen kommerziellen Rennsport anstreben oder eine Kombination von Beidem? Wollen wir den Besitzer-zentrierten Rennsport traditioneller europäischer Machart beibehalten oder wollen wir die Rennstallbesitzer wie im amerikanischen Modell auf eine Zulieferrolle beschränken? Inwieweit sind die Rennvereine bereit, Macht an eine Zentralstruktur abzugeben? Erst wenn solche grundlegenden Fragen mehrheitlich geklärt und akzeptiert sind, macht es Sinn, über den nächsten Schritt der Feinabstimmung nachzudenken.


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 BeitragVerfasst: Di 13. Mär 2018, 17:14   
Rennleitung

Registriert: Fr 19. Nov 2010, 21:54
Beiträge: 7945
Wohnort: münchen
in amerika gehören die rennbahnen privatinvestoren. in europa nicht. ein kleiner unterschied, der auch vermeintlichen journalisten bekannt sein sollte ...


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