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 BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 22:05   
Jockey

Registriert: So 7. Nov 2010, 21:45
Beiträge: 34
Racebets ist verkauft und nun werden Millionen für den deutschen Rennsport ausgeschüttet - auch für die Gesellschafter der Fondsgesellschaft. Eine Investitionsidee, die damals von vielen, auch von mir, sehr kritisch gesehen wurde, scheint nun doch recht erfolgreich gewesen zu sein. Was wird nun mit den Geldern geschehen? Und was sollte mit den Geldern gemacht werden?


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 BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 23:12   
Rennleitung

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Beiträge: 1882
Im Normalfall werden zuerst die großen Löcher gestopft.


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 BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 23:28   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 09:33
Beiträge: 900
Soweit ich mich erinnern kann, wurde die DG Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit einem Kommanditkapital von knapp 4 Mio. € gegründet. Diese Gesellschaft hat dann mit ihrem gesamten Vermögen einen Anteil von 12,33 % an der DVR Wettbetriebs GmbH übernommen. Die restlichen 87,67 % hält die DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH ohne eine nennenswerte Einlage getätigt zu haben. Wenn nun aus dem Verkauf von Racebets 16 Mio. € an die DVR Wettbetriebs GmbH fließen, erhält bei einer Ausschüttung die DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH 14.027.200 € und die DG Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG nur 1.972.800 €. Also erhalten die Kommanditisten nicht einmal die Hälfte des eingesetzten Kapitals!


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 BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 23:50   
Rennleitung

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Beiträge: 7890
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einige hatten schon zu beginn der kommödie von beschiß geschrieben ...


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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 14:01   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 776
„Eine griffige Equity-Story“ – dies ist ein Ausdruck des Finanzierungsgurus Christian Sundermann. Der Ausdruck bezieht sich zwar auf Neuemissionen im Fall von Aktiengesellschaften, gilt aber in anderen Bereichen wie geschlossenen Fonds, etwa der Geldsammelstelle von German Racing, in analoger Form. Was der EM.TV-Sundermann damit sagen will, ist Folgendes: Um Leute anzufixen, ein bestimmtes Investment zu tätigen, müssen diese davon überzeugt werden, dass bei der Aktie künftig noch Musike im Kursverlauf drin ist. Diese Maxime wird auch für das künftige RaceBets-Nachfolgeprojekt von German Racing gelten, denn die Leute im deutschen Turf sollen ihr Geld ja wieder erneut anlegen. Notfalls auch dank einer übergriffigen Equity-Story.


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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 15:55   
Rennleitung

Registriert: Sa 14. Jan 2012, 11:56
Beiträge: 1103
Ananova hat geschrieben:
Soweit ich mich erinnern kann, wurde die DG Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit einem Kommanditkapital von knapp 4 Mio. € gegründet. Diese Gesellschaft hat dann mit ihrem gesamten Vermögen einen Anteil von 12,33 % an der DVR Wettbetriebs GmbH übernommen. Die restlichen 87,67 % hält die DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH ohne eine nennenswerte Einlage getätigt zu haben. Wenn nun aus dem Verkauf von Racebets 16 Mio. € an die DVR Wettbetriebs GmbH fließen, erhält bei einer Ausschüttung die DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH 14.027.200 € und die DG Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG nur 1.972.800 €. Also erhalten die Kommanditisten nicht einmal die Hälfte des eingesetzten Kapitals!

Auf gut Deutsch: Die Anleger haben rund 2 Mio. Verlust gemacht, das DVR 14 Mio. Gewinn. Nebst bisherigen evtl. Überschüssen aus dem laufenden Geschäft.

Ich gehe davon aus, dass man den Anlegern nun zur Blendung eine kleine Dividende zahlt.

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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 17:41   
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Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 776
Das Direktorium schwimmt nun im Geld, doch das war nicht immer so. Ende der neunziger Jahre gab es eine finanziell kritische Phase, als sogar Personal abgebaut werden musste. Dazu eine Quizfrage: Wer kennt den Unterschied zwischen dem Direktorium und Nordkorea? Ehe jetzt ein vorlauter Forumler dazwischenruft „es gibt keinen“, hier die Aufklärung. In Nordkorea ist es so, dass wenn jemand etwas sagt, das dem Diktator Kim Jong-un nicht passt, der Kritiker keine hohe Lebenserwartung mehr hat. Es soll aber laut Medienberichten auch schon vorgekommen sein, dass das gleiche Schicksal Menschen ereilt hat, die bei einer Rede des Dicken bloß mal eingenickt sind. Soweit Nordkorea.

Und das Direktorium? Da gab es in der oben beschriebenen Phase Ende der Neunziger eine jüngere Angestellte im gebärfähigen Alter, die einer anderen im DVR beschäftigten Person von ihrem Kinderwunsch erzählte. Falscher Ort, falsche Zeit. Es ist nicht überliefert, dass es handgestoppte elf Sekunden dauerte, bis die Info das Chefzimmer erreicht hatte, aber sehr lange kann die Zeitspanne nicht gewesen sein. Jedenfalls erhielt die Dame mit dem Kinderwunsch alsbald die Kündigung. Und das Fazit der Geschichte: Sowohl in Nordkorea als auch im Direktorium kann es gefährlich sein, zur falschen Zeit das Falsche zu sagen. Im Direktorium bleibt aber zumindest das Einnicken bisher noch sanktionslos.


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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 19:54   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 776
Bezüglich der von Ananova zitierten knapp vier Millionen Euro möchte ich auf einen Satz aus der Stellungnahme von Albrecht Woeste hinweisen: „Insgesamt ist es ein sehr großer Erfolg, da die aus den uns im Jahr 2010 zustehenden Mitteln von 4,3 Mio. EUR getätigte Investition von 3 Mio. EUR in die Bettertainment GmbH sich in wenigen Jahren vervierfacht hat – ganz abgesehen von zusätzlichen erheblichen Ausschüttungen.“ Von den über 4 Millionen Euro, die die Anleger einzahlten, wurden also nur drei Millionen in die Bettertainment investiert. Und die verbleibenden 1,3 Mio. Euronen? Nun ja, diverse Kosten wie das satte Beratungshonorar von Ralph Hagelgans, Werbung, Verkaufsprospekt, usw.

Wäre das „Beteiligungsangebot Speed“ (so hieß das damals, wo Amelie, Blücher und Maitre jeweils ihre 1.000 Euro anlegten) stattdessen erst ein paar Jahre später auf den Markt gekommen, wäre es gar nicht mehr zulässig gewesen und hätte somit nicht mehr angeboten werden dürfen. Das seit 2013 geltende Kapitalanlagegesetzbuch war damals eine Antwort auf zunehmende Auswüchse am Grauen Kapitalmarkt. Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwischen Fonds, die nach seiner Ansicht Risiken ausreichend mischen, und solchen, die das nicht tun. Zur ersten Kategorie zählt er Offerten, die mindestens in drei Objekte investieren oder Anlagen haben, die eine Streuung der Ausfallrisiken gewährleisten. Trifft das für ein Angebot nicht zu, etwa Fonds mit nur einem einzigen Objekt, müssen Anleger sich mit mindestens 20.000 Euro beteiligen. Diese Hürde soll Kleinanleger vor zu hohen Einzelrisiken für ihr Vermögen bewahren. Amelie, Blücher, Maitre und die meisten anderen Anleger wären dann raus gewesen, und ohne ihr Geld wäre die Mindestzeichnungssumme vermutlich nicht erreicht worden.


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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 21:47   
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...


Zuletzt geändert von manto am Mi 14. Dez 2016, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 21:52   
Rennleitung

Registriert: Mo 8. Nov 2010, 22:07
Beiträge: 154
..also erst mal ist das ja wohl ein toller deal gewesen..
aber ich frage mich, wenn so ein objekt für so gutes Geld verkauft wird, muss und wird es sich doch für den Käufer lohnen..
aber eine kuh die milch gibt verkauft man doch nicht..
gibt es dann Nachteile daraus, die sich später wieder zeigen und teuer werden?


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 BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 02:44   
Rennleitung

Registriert: Sa 14. Jan 2012, 11:56
Beiträge: 1103
Auch eine Kuh, die Milch gibt, kann man verkaufen, wenn sich der Preis lohnt. Es muss halt nur abgeschätzt werden, ob die Kuh noch nennenswertes Wachstumspotenzial hat. Wie vom RB-GF schon richtig geäußert, besteht dies eigentlich nur im Ausland. Denke schon, dass es richtig war, zu verkaufen.

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 BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2016, 13:17   
Jockey

Registriert: Mo 4. Feb 2013, 13:35
Beiträge: 13
Die Mehrheit der Anleger dürfte kaum dazu bereit sein,
ihre Einlage als Gehalt für einen neuen, hochbezahlten Top-Manager
bzw. dessen Abfindung zur Verfügung zu stellen.


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 BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2016, 13:55   
Rennleitung

Registriert: Sa 14. Jan 2012, 11:56
Beiträge: 1103
koch hat geschrieben:
Die Mehrheit der Anleger dürfte kaum dazu bereit sein,
ihre Einlage als Gehalt für einen neuen, hochbezahlten Top-Manager
bzw. dessen Abfindung zur Verfügung zu stellen.

Die Mehrheit der Anleger hätte ihr Geld gar nicht erst investiert, wenn ihnen klar gewesen wäre, wie wenig Anteil sie dafür bekommen.

Die Anleger (DG Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG) haben mit ihren 12 1/3% noch nicht einmal eine Sperrminorität, womit die DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH als Eigentümer der übrigen 87 2/3% quasi nach Belieben agieren kann. Was die Anleger von einem Top-Manager halten, ist also völlig irrelevant.

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 BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2016, 17:57   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 776
Immerhin wissen wir durch das Interview von Sebastian Weiss inzwischen, wie die Sache abgelaufen ist. Die drei Mehrheitsgesellschafter Weiss/Byrne/Honig wollten verkaufen, was aus ihrer Interessenperspektive auch die einzig richtige Entscheidung war. Das Direktorium als Minderheitsgesellschafter musste die Kröte schlucken. Jetzt ist die Cash cow geschlachtet, und das Direktorium sitzt auf einem ungewollten Berg Rindfleisch. Hoffentlich im Kühlhaus und nicht in der prallen Sonne. Im Januar müssen dann der Iffzer Zar Jacobs und der Südwest-Gladiator Braunagel als Interessenvertreter von Honzrath und Miesau in der Mitgliederversammlung einen gemeinsamen Nenner finden, was man mit dem Rindfleisch macht.


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 BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2016, 20:46   
Rennleitung

Registriert: So 5. Jan 2014, 19:33
Beiträge: 2015
naja Pferdefleisch wäre erst recht nix


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