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Trabrennbahn Recklinghausen

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 BeitragVerfasst: Mi 19. Nov 2014, 21:59   
Amateur

Registriert: Mi 15. Okt 2014, 06:21
Beiträge: 8
Hillerheide Goldener Herbst für Trabrennbahn

RECKLINGHAUSEN An der Trabrennbahn soll es endlich weitergehen: Im Herbst wird die Stadt Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter und der Hauptgläubigerin, der Sparkasse Vest, aufnehmen, um das Insolvenzverfahren zu beenden.


Trüber und trauriger Anblick: Die einst ruhmreiche Trabrennbahn auf der Hillerheide verfällt. Foto: Jörg Gutzeit

Das bestätigte Stadt-Pressesprecherin Sheila Patel auf Anfrage dieser Zeitung. Der insolvente Trabrennverein steht mit mehreren Millionen Euro (Insider sprechen von 6,5 Millionen) bei der Sparkasse in der Kreide. Und solange das Insolvenzverfahren nicht beendet ist, kann die Stadt nicht frei von Restriktionen planen.
In der Vergangenheit hatte es viele Visionen zur Zukunft des Geländes gegeben. Jetzt ist das Gelände in den Mittelpunkt des Entwicklungskonzeptes „Hillerheide 2030“ gerückt. Bekanntlich hatte die Stadt in einem Modellprojekt, dem sogenannten „Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept“, die Bürger via Internet an der Zukunftsplanung beteiligt. Mit eigenen Anregungen und Ideen konnten sich die Hillerheider in die Stadtentwicklung in ihrem Ortsteil einbringen. Insgesamt 356 Beiträge sandten die Bürger zu „Hillerheide 2030“ ein, viele davon befassten sich mit dem Gelände der Trabrennbahn.
„Die Stadtplaner sind derzeit mit der Feinabstimmung befasst. Da es sich bei der Trabrennbahn um das größte zu planende Areal im Stadtgebiet handelt, müssen Überlegungen aus der Stadtteil-Perspektive auch um eine gesamtstädtische Sicht ergänzt werden“, erklärt Sheila Patel. Im Herbst jedenfalls soll das Konzept fertig sein und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden.
„Eine denkbare Option wäre, das Projekt Trabrennbahn angesichts der guten Erfahrungen mit dem Projekt Maybacher Heide an die Stadtentwicklungsgesellschaft, SER, zu übergeben“, sagt Pressesprecherin Sheila Patel.


www.recklinghaeuser-zeitung.de


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 BeitragVerfasst: Do 20. Nov 2014, 10:39   
Rennleitung

Registriert: Mi 15. Feb 2012, 08:01
Beiträge: 500
Wohnort: Recklinghausen
Ich glaube nicht, dass dort jemals wieder Trabrennen ausgerichtet werden. Schade drum!


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 BeitragVerfasst: Do 20. Nov 2014, 10:53   
Rennleitung

Registriert: Sa 14. Jan 2012, 11:56
Beiträge: 1181
Kann man das Gelände nicht dem DFB anbieten? Zu einem Spottpreis nehmen die doch alles!

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Besuchte Rennbahnen mit Galopprennen: Baden-Baden, Bremen, Cuxhaven, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen-Horst, Honzrath, Hooksiel, Köln, Krefeld, Mülheim, Neuss, Sonsbeck


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 BeitragVerfasst: Do 20. Nov 2014, 11:53   
Rennleitung

Registriert: Do 8. Sep 2011, 12:53
Beiträge: 140
Der DFB nimmt nur Galopprennbahnen. Die stehen nicht so auf Trab.


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 BeitragVerfasst: Do 20. Nov 2014, 17:05   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 18:07
Beiträge: 6471
Dann wäre doch Neuss eine interessante DFB-Alternative.

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Schöningh & Lollapalooza braucht kein Mensch!!! Liebe Grüße, netroyal


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 BeitragVerfasst: Sa 22. Nov 2014, 21:03   
Rennleitung

Registriert: Di 2. Nov 2010, 11:12
Beiträge: 207
Schade um die Bahn.
Ich war dort als Jugendliche zur Fahrer WM und habe Autogramme gesammelt. Damals war gerade die neue Tribüne fertig geworden. hat jemand Fotos vom heutigen Zustand ? wir sind hier zwar bei den Galoppern, aber kann ja sein das jemand Fotos hat.
abisira


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 BeitragVerfasst: So 23. Nov 2014, 16:00   
Amateur

Registriert: Mi 15. Okt 2014, 06:21
Beiträge: 8
Hallo,

ich habe so um die 100 Fotos von der Bahn in den letzten vier Jahren gemacht. Einfach melden.


Grüße


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 BeitragVerfasst: Di 5. Jul 2016, 13:03   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 1015
Was wird aus der ehemaligen Trabrennbahn Recklinghausen, die bis jetzt noch als Trainierbahn genutzt wird? Der Stadtrat hat sich nun entschieden: Die Hillerheide wird zum See. Die Lokalpolitiker votierten für ein Modell, nach dem fast der gesamte Innenraum des Geläufs geflutet wird (einen Teich gab es da ja schon immer...). Außen herum entstehen mehr als tausend Wohnungen. Geduld müssen die künftigen Mieter aber schon mitbringen, denn die ersten von ihnen sollen erst in 15 Jahren einziehen. Warum so lange warten, wüsste ich auch gern.
http://www.radiovest.de/vest/lokalnachr ... ce9a7.html

Welche deutsche Pferderennbahn wird wohl die nächste sein, die in Wohnraum umgewandelt wird? Die Riemer Trainierbahn wäre ein gesuchter Standort, mit oder ohne See.


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 BeitragVerfasst: Di 5. Jul 2016, 15:43   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 1015
Ja, richtig, die Bremer Vahr... die hatte ich im Kopf schon unter „ehemalige Rennbahn“ abgespeichert. In diesem Forum gibt es einen Thread über ehemalige Rennbahnen. Dabei hat sich mir die Frage gestellt: Welche NEUEN Rennbahnen sind eigentlich seit dem Zweiten Weltkrieg entstanden? Die Antwort lautet: Keine, jedenfalls kein kommerzieller Neubau mit der entsprechenden Infrastruktur. Die Neue Bult ist ein vom Steuerzahler finanzierter Austausch mit der Großen Bult in der Stadt. Ansonsten gibt es einige kleinere Anlagen wie Doberan, Hooksiel und Warendorf, die von Idealisten dankenswerterweise geschaffen wurden, allerdings ohne große bauliche Infrastruktur und jedenfalls nicht als kommerzielle Investition. Der deutsche Turf arbeitet also mit einer Infrastruktur, die noch aus dem Dritten Reich, der Weimarer Republik oder der Kaiserzeit stammt.

In der jüngeren Zeit gibt es immerhin in Baden-Baden und Hoppegarten zwei Investoren, die erfreulicherweise mit dem Galopprennsport Geld verdienen wollen. Dazu wurde jeweils eine Organisation als doppeltes Lottchen gegründet mit einem gemeinnützigen Verein plus einer Kapitalgesellschaft für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Nur wenn der Rennbahnbetrieb lukrativer als der Wohnungsbau ist, hat er in der Marktwirtschaft langfristig eine Überlebenschance. Dass der Neubau von Rennbahnen in Deutschland innerhalb von sieben Jahrzehnten fast nie ein Thema war, gibt wirklich zu denken. Die Geschichte der Bundesrepublik von 1949 bis 2016 ist eine einzige Erfolgsgeschichte, von einem ausgebombten Land zum Exportweltmeister. Und in dieser langen Ära der Prosperität von fast 70 Jahren war es nie lukrativ, mit dem Betrieb einer Pferderennbahn Geld zu verdienen? Da kann irgend etwas sehr Grundsätzliches von den Voraussetzungen her nicht stimmen.

Klaus Göntzsche würde darauf hinweisen, dass der Turf sich 1954 bei der Einführung des Zahlenlottos vom Staat keinen finanziellen Ausgleich hat festschreiben lassen, weil man den Glückskugeln eh keine großen Erfolgschancen einräumte. Besonders schwer waren die unternehmerischen Fehlleistungen dann in den Neunziger Jahren in der Ära Engelbrecht-Bresges. Erst wurden die Buchmacher als Vertriebs“partner“ hochgezüchtet, so dass seitdem viel Geld aus dem Kreislauf abfließt. Außerdem wurde beim Thema Internet der Anschluss verpasst, wodurch dann auch keine rechtzeitigen strategischen Allianzen mit dem aufkommenden Sportwettenmarkt geschmiedet werden konnten. Es gibt also gute Gründe für den stetigen wirtschaftlichen Misserfolg. Der entscheidende Aspekt ist in meinen Augen aber die Konstruktion des Dachverbands als einem schwachen, paritätisch besetzten Proporz-Gebilde ohne ausreichende gestalterische Möglichkeiten. Auch daran hat sich nichts geändert, so dass man für die nächsten 70 Jahre auch nicht optimistischer sein kann.


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 BeitragVerfasst: Di 5. Jul 2016, 16:26   
Rennleitung
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Registriert: So 31. Okt 2010, 22:29
Beiträge: 4928
Wohnort: Rheinprovinz/Preußen
@Racingman
fast alles richtig. Allerdings ist die Bult von IBM gekauft worden und das Neubauvorhaben dann doch nicht realisiert worden.

Interessant wäre mal zu wissen, was der Berliner Rennverein für die Grunewaldbahn bekommen hat, wobei ich nicht weiß, wie da die Besitzverhältnisse bei der Gründung der Rennbahn waren. Bei der Vergabe der olympischen Spiele nach Dtld war dann ja recht schnell klar, daß auf dem Rennbahnstadium aufbauend das Olympiastadion gebaut werden soll. War wohl technisch eine ziemlich geniale Lösung, wie mir mal ein Architekt gesagt hat, der sich zu Studiker-Zeiten mit dem Olympia-Station beschäftigt hat. Und man muß vor 1914 gute Arbeit geleistet haben.

Was die Rennbahnen betrifft - so hat man in England und Frankreich teilweise ich eine alte Infrastruktur - allerdings die Gebäude immer mal wieder erneuert und ich weiß nicht, wie viele Bahnen nach 45 in Britannien neu angelegt wurden. In Frankreich war es z. B. Evry, die nicht mehr ist oder anders verwendet wird.

v. Blücher


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