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Transparenz bei Dopingkontrollen

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 BeitragVerfasst: Di 28. Mai 2019, 07:45   
Rennleitung
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Registriert: Do 24. Apr 2014, 12:02
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Zum ersten Mal haben France Galop, Le Trot und der Nationale Verband für Pferderennen in Frankreich im letzten Jahr eine Pressekonferenz mit dem Schwerpunkt Dopingbekämpfung abgehalten.

Der Zweck dieser Operation wurde in einem Wort zusammengefasst: Transparenz.
Die Zahlen für das Jahr 2018 wurden bekannt gegeben.

• Es wurden 25.525 (in 18.246 Wettbewerben) Proben entnommen.
• 638 Betriebe wurden inspiziert (einschließlich Ausbildungsstätten und landwirtschaftlicher Betriebe).
• Und nur 67 Analysen waren positiv.

Diese Veranstaltung war Teil der Politik das Image des Pferdesports aufzuwerten. Doping wird immer nur dann wahrgenommen, wenn es einen positiven Befund gibt. Die andere Seite - und die überwiegt eindeutig - wird selten bis nie publiziert. Publikationen über Untersuchungen, bei denen die Ergebnisse keine Spur von Doping aufwiesen, existieren nicht oder fehlen völlig und so ist das Bild immer nur von echten oder vermeintlichen Skandalen geprägt.

Gemessen an dem, was ist, entsteht so ein völlig falsches Bild vom Rennsport.

Die Mehrheit der Profis, die die Regeln einhalten, finden kaum Beachtung. Sie aber garantieren die Integrität unseres Sports. Kontrollen sollen gewährleisten, dass Regeln eingehalten werden. Sie sind unverzichtbar. Aber die Situation ist recht schwierig, da die Grenze zwischen erlaubter und notwendiger Therapie durch zugelassene Medikation und Doping oft eine Frage von Stunden oder Tage ist und Vieles von dem, was da als Restwert gefunden wird oder wurde, gar keinen Dopingeffekt (positiv oder negativ) mehr hat oder haben kann.

Ein Fehler im Zusammenhang mit der Bestimmung Restwirkzeit ist in der Tat schnell möglich, da viele Parameter vom Pferd abhängen und eine Standardisierung verunmöglichen. Wenn der Rennsport eine Begleitung zu diesem Thema in Form eines Quartalsberichtes oder ähnlich, einrichten würde, könnte es das Bild des Rennsports positiv beeinflussen. Die Verantwortlichen sollten diese Information preisgeben.

Pressemitteilungen würden - für diejenigen, die dies bezweifeln - auch die Bereitschaft der Institutionen unterstreichen, die Regelmäßigkeit der Rennen zu gewährleisten und das Bemühen, den Sport sauber zu halten. Das Ziel ist nicht, diejenigen zu unterstützen, die positiv getestet wurden, sondern deutlich zu machen, dass dies die Ausnahmen, nicht die Regeln sind. Und dass Doping dann hart geahndet wird, wenn es zweifelsfrei Doping auf Erfolg oder Misserfolg ist und dass es Fälle gibt in denen gefundene Wirkstoffe, so minimal sind, dass keine subjektive Schuld festgestellt werden kann. Etwa dann, wenn die Therapie angezeigt und dokumentiert (Medikamentenbuch) ist und der zeitliche Abstand eine Dopingabsicht mehr als unwahrscheinlich macht.


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